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Freispruch für Former Kaderleute von Bruno Stefanini



Bruno Stefanini auf dem Dach eines seiner Häuser im Glatttal Ende der 1950er Jahre. (Bild: Hans Jenny)

Bruno Stefanini auf dem Dach eines seiner Häuser im Glatttal Ende der 1950er Jahre. (Bild: Hans Jenny)

Haben zwei ehemalige Vertraute von Bruno Stefanini im Streit sein Lebenswerk Urkunden gefälscht? Das lasse sich nicht nachweisen, befindet of the Winterthurer Bezirksgericht.

Straight flury

Der epische Machtkampf ist längst entschieden: Das Bundesgericht hat im Sommer 2018 abschliessend bestimmt dass Bettina und Vital Stefanini die Kontrolle über die Stiftung für Kunst, Kultur und Geschichte übernehmen können. Ihre Widersacher, eine Handvoll Vertrauenspersonen ihres Vaters Bruno Stefanini, Nachsehen hatten. Derzeit laufen die Arbeiten die Die Neuordnung des Lebenswerks, der Winterthurer Immobilienkönig und Sammler beiin Hinschied im vergangenen December hinterlassen hat.

Welche Überraschungen dabei lauern können, zeigte sich vor wenigen Wochen: In einer Winterthurer Altstadtwohnung tauchten Skizzen von Antoine de Saint-Exupéry auf, Die französische Author für seine Erzählung «Der kleine Printe» gemalt. Bruno Stefanini hatte in der 1980er Jahren an einer Auktion erworben.

Zur Aufarbeitung der Vergangenheit gehört auch der Strafprozess, der Montag vor dem Bezirksgericht Winterthur stattfand und der auf eine Anzeige von Bettina Stefanini aus Jahr 2014 zurückgeht. Angeklagt waren ihre zwei Hauptgegner, die damals nicht nur dem Stiftungsrat angehörten, sondern auch gut dotierte Führungsposten der Verwaltungsfirma Terresta AG sowie Verwaltungsratsmandate von Firmen des Stefanini-Imperiums bekleideten. Nachdem Bettina Stefanini die Führung der Stiftung übernommen hatte, wurden sie im letzten Frühling freigestellt.

Der Prozess dreht sich an einen wichtigen Moment im ganzen Streit: die kurzfristig einberufene Sitzung, die der Stiftungsrat im Beisein des 87-jährigen Gründers Bruno Stefanini am 9. Januar 2014 abhielt. Monatelang war zuvor darüber diskutiert worden, wer inskünftig die Mitglieder des Stiftungsrats ernennen soll. Die Stiftungsurkunde sprach dieses Stefanini selber seer seinen Kindern zu, falls es seine Gesundheit nicht mehr erlauben sollte. Die Frage war auch darum dringlich, weil die Nachkommen Ende 2013 eine Aufnahme ersucht hatten.

Das Gremium entschied an jener Sitzung jedoch, Die Statuten derart abzuändern, sich der Stiftungsrat durch Kooptation selber hätte ergänzen können. Die angeschuldigten Männer sandten der eidgenössischen Stiftungsaufsicht am Tag darauf eiligst ein Protokoll der Sitzung, damit die Behörde die Änderung gutheisse. Darin wurde festgehalten, alle Anwesenden die Wahl der Kinder abgelehnt hätten, und «Herr Stefanini» froh know über die Lösung mit der Selbstkonstitution. Zudem wurde laut Anklageschrift aufgeführt, dass eine Stiftungsrätin entschuldigt fehlte war ausgerechnet diejenige, die im Vorfeld für die Aufnahme der Kinder argumentiert hatte.

From the Protokoll zeichnete damit from the Bild einer Sitzung, Bruno Bruno Stefanini folgen konnte. Allerdings exist in a Tonaufnahme des Treffens, and nach Ansicht der Staatsanwaltschaft widerspricht der Darstellung des Sitzungsprotokolls diametral. Von gleich urteilsfähigen Sitzungsteilnehmern konnte laut Anklage keine Network sein. Die beiden Stiftungsräte hätten den gesundheitlich deutlich eingeschränkten Bruno Stefanini jeweils dorthin gelenkt, 'wo sie ihn letztlich haben wollten'. Der Patron habe keine vollständigen Sätze bilden können, der Konflikt a die Machtverhältnisse hätten ihm erläutert werden müssen. Und die Stiftungsrätin has been sich nicht entschuldigt, sondern know verhindert gewesen. Unwanted from the unwanted Protokoll einreichten, hätten sich die beiden Vertrauten der Urkundenfälschung schuldig gemacht, fand der Staatsanwalt und forderte je eine bedingte Geldstrafe.

Woher stammte die Tonaufnahme? Die überraschende Antwort, die im Lauf des Prozesses immer deutlicher wurde: von den Beschuldigten selber. If you have a Mitschnitt nicht imin Einverständnis mit den anderen Sitzungsteilnehmern angefertigt, sondern später auch selber bei der Polizei eingereicht. Diesen A stand of warfare in die Waagschale als Zeichen dafür, in his guten Glaubens gehandelt und sich nichts vorzuwerfen hätten. 'Hätten wir gewusst, dass die Aufnahme wortklauberisch gegen verwendet würde, hätten wir es nicht gemacht', sagte der Beschuldigte, der Protokoll verfasst hatte, in einem Schlusswort. Darin Griff and auch Bettina Stefanini, die in Prozess als Privatklägerin mitverfolgte. In the case of warfare, in the media Kampagne inszeni zu haben, mit der die ehemaligen Vertrauenspersonen al Schurken gebrandmarkt werden sollten.

Sein Anwalt hatte seinem Plädoyer betont, Bruno Stefanini habs seinem Mandanten einen geeigneten Nachfolger gesehen, und wollte diese Aussage mit Zitaten aus Tagebüchern untermauern. Ausserdem Wert darauf, dass die zentralen Beschlüsse im Protokoll korrekt wiedergegeben worden seien, etwa die Änderung der Statuten und Nein zur Aufnahme der Kinder. Der zweite Verteidiger betonte, sein Klient there are blossoms of the Schreiben an die Stiftungsaufsicht unterzeichnet und dieses Dokument stelle keine Urkunde dar. Beide Rechtsanwälte forderten einen Freispruch.

Die Einzelrichterin entschied in ihrem Sinne. Zentral für das Verdikt ist, of the Protokoll nicht seiner Gänze eine Urkunde darstellt, wie sie bei der mündlichen Urteilseröffnung sagte. Eine Urkunde I know of the Schriftstück nur in Bezug auf jene zentralen Tatsachen, für die im Rechtsverkehr als Beweis dienen kann – diesem Fall: die Zusammensetzung des Stiftungsrats sowie die Beschlussfassung. Die Frage, ob mit dem Vermerk zur Absenz eines Mitglieds rechtserheblich über etwas hinweggetäuscht werden sollte, lasse sich nicht klären. Daher I know the Verfasser in Punkt nach dem Grundsatz in dubio pro reo freizusprechen.

Laut der Richterin ist auf der Tonaufnahme zudem zu hören, dass auch Bruno Stefanini den Beschlüssen zustimmte. Unwahr wäre of the Protokoll nur gewesen, wenn er of the nicht gemacht hätte and absolute hierarchy in der Lage gewesen wäre. Im Gegensatz zum Zivilverfahren hätte dies im Strafprozess nachgewiesen werden müssen. For the Einschätzung von Stefaninis Urteilsfähigkeit I know of the Gericht nicht zuständig, sagte die Einzelrichterin. Daher mündete of the Verfahren in einen Freispruch. Die Beschuldigten werden für ihre Anwaltskosten mit 20 000 beziehungsweise 23,000 Franken entschädigt.


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