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Änderungen am Vertrag deuten auf rasche Lösung



Nach der kurzfristigen Absage der Generalversammlung herrscht Rätselraten, ob die umstrittene Vereinbarung tot oder lebendig ist. Änderungen am Kaufvertrag deuten darauf hin, Sunrise and UPC-Besitzer Global Liberty in den kommenden Tagen reinen Tisch machen wollen.

Stefan Häberli

Mit der Absage der GV hat Sunrise den Poker verlängert. Doch die Entscheidung dürfte in den kommenden zwei Wochen fallen. (Bild: Arnd Wiegmann / Reuters)

Mit der Absage der GV hat Sunrise den Poker verlängert. Doch die Entscheidung dürfte in den kommenden zwei Wochen fallen. (Bild: Arnd Wiegmann / Reuters)

Am vergangenen Mittwoch hätten die Würfel fallen sollen. Doch die Saga um die umstrittene Übernahme des Kabelnetzbetreibers UPC durch Sunrise geht weiter. Of the liegt an einem ungewöhnlichen Entscheid des Sunrise-Verwaltungsrates. Dieser hat die für vergangenen Mittwoch ausserordentliche transplant Generalversammlung (GV) im letzten Moment abgeblasen. An example of this is the action of Mobilfunkanbieters and enterscheiden sollen, by Kabelnetzbetreiber UPC for 6,3 Mrd. Fr. übernommen werden soll. Doch weil sich eine klare Mehrheit gegen of the Vorhaben abzeichnete, lud der Sunrise-Verwaltungsrat – der in den vergangenen Wochen keinen Aufwand gescheut hatte, für die UPC-Übernahme zu werben – die Aktionäre am Dienstag kz.

Mehrere Rechtsexperten, mit denen die NZZ gesprochen hat, halten dieses Vorgehen fk aktienrechtlich fragwürdig. Eine Sunrise-Sprecherin verteidigt den Entscheid: Der Sunrise-Verwaltungsrat underneath auf wichtigen sachlichen Gründen und imes Gesellschaft entschieden, die GV abzusagen. Hierzu gehörten der Schutz der Mitarbeiter, die wesentliche Einsparung unnötig gewordener Kosten und Schutz der Position der Gesellschaft im Markt. This is the case with Gerichtsurteil or an anonymous woman Lehrmeinung, die juristische Zweifel an Absage der GV nährten.

Zeit für kreative Lösungen

Die Frage, ob Die Annullation der GV juristisch hieb- und stichfest war, ist allerdings en Nebenschauplatz. Wichtiger ist, ob die Vereinbarung über die UPC-Übernahme noch lebendig ist. Ein Blick auf den Kaufvertrag zwischen Sunrise und UPC-Besitzer Liberty Global legt nahe dass der Fall ist. Ursprünglich hatte die Einigung zwischen den beiden Partien vorgesehen, dass die Sunrise-Aktionäre innert 30 Tagen Ja zur Transaktion sagen müssen, sobald die Wettbewerbskommission den Zusammenschluss gebilligt hat. From dies am 26. September geschah, wäre diese Frist mittlerweile verstrichen. Verträge sind allerdings dazu da, im Interest beider Parteien angepasst zu werden. Und Sowohl Liberty Global als auch die Sunrise-Spitze haben bereits mehrfach beweisen, sass auch kreativ tätig werden, a die UPC-Übernahme zu retten.

Ein neuer Höhepunkt punkto Kreativität wurde am vergangenen Dienstag erreicht. An diesem Tag teilten Sunrise and Liberty Global nicht nur überraschend mit, dass die GV abgesagt werde. Die beiden Firmen einigten sich auch auf Änderungen am bestehenden Kaufvertrag, die mittlerweile auf der Website der US-Börsenaufsicht publiziert wurden. Wer sich für die UPC-Sunrise-Saga interesting, sollte demnach den 11. November im Kalender rot anstreichen.

Amerikaner können Sunrise-GV verlangen

Ab diesem Datum kann Sunrise den Vertrag einseitig kündigen. From the gilt allerdings nur dann, wenn Liberty Global der Übernahme keine Chancen mehr einräumt. Eine weitere Vertragsänderung gibt Liberty Global nämlich de facto de Recht, einen zweiten Versuch bei den Sunrise-Aktionären zu starten. Der amerikanische Konzern kann von Sunrise jederzeit schriftlich verlangen, dass die Telekomfirma innert 30 Tagen doch noch eine GV durchführt. Macht Liberty Global von dieser Option Gebrauch, kann Sunrise den Vertrag nicht kündigen, bis die GV stattgefunden hat. Überdies können die «Kabel-Cowboys» by Vertrag – bereits vor dem 11. November – nach Belieben kündigen.

Zwar könnten beide Seiten theoreticalisch darauf verzichten, von ihrem Kündigungsrecht Gebrauch zu machen. In diesem Szenario würde sich der Schwebezustand bis zum Vertragsende Ende Februar verlängern. Dass mit dem 11. November ein konkreter Termin in den Vertrag geschrieben wurde, deutet darauf hin, dass mindestens eine Partei klare Verhältnisse schaffen will. Das würde bedeuten: Entweder wird in den kommenden zwei Wochen der Kaufvertrag aufgelöst, oer aber die Sunrise-Aktionäre erhalten eine zweite Einladung zu einer GV.

Greift Liberty Global zu?

Bei der zweiten Variant stellt sich allerdings die Frage, warum die Sunrise-Aktionäre ihre Haltung zur UPC-Übernahme ändern sollten. Schliesslich soll die negative Empfehlung des Stimmrechtsberaters ISS entscheidend für das (verhinderte) Nein der Sunrise-Aktionäre gewesen sein. From the Geschäft of the gleiche geblieben ist, dürfte ISS keinen Anlass für einen Meinungsumschwung sehen. Damit besteht wiederum für institutionelle Anleger, die der Empfehlung von ISS folgen, kein Grund, von einem Nein auf ein Ja zur Transaktion umzuschwenken. Eine mögliche Lösung: Wenn die Aktionäre «falsch» stimmen, muss sich Sunrise eben neue Aktionäre suchen.

Spekuliert wird in eingeweihten Kreisen darüber, dass Liberty Global den Widerstand gegen die Transaktion mit Portemonnaie brechen könnte. Die Amerikaner könnten Freenet, with knapp 25% from the highest Sunrise-Aktionär and entschiedener Gegner der UPC-Übernahme, from the Aktienpaket abkaufen. Dadurch würde zwar nötige Quorum an der GV für ein Ja zur Übernahme von einer einfachen auf eine Zweidrittelmehrheit steigen. Doch unter dem Strich dürften die Erfolgschancen des Vorhabens trotz der höheren Hürde steigen.


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